Über mich

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Wer ich bin?

Mein Name ist Gönül Bredehorst. Ich bin 49 Jahre alt, verheiratet und Mutter zweier Kinder. Ich bin Mitglied der SPD und seit 2019 Abgeordnete in der Bremischen Bürgerschaft. Dort bin ich die Bildungspolitische Sprecherin meiner Fraktion.

Warum ausgerechnet Politik?

Mich hat letztlich ein schadstoffbelastetes Spielhaus dazu gebracht, buchstäblich Partei zu ergreifen: Die „Geburtsstunde“ dafür war der Tag, an dem uns Eltern mitgeteilt wurde, dass das Haus, in dem unsere Kinder betreut werden, geräumt werden muss, weil es schadstoffbelastet ist. Dann folgten Wochen und Wochen, in denen die betroffenen Räume einfach nur abgedichtet wurden. Sonst geschah nichts, monatelang. Das wollte ich so nicht hinnehmen – und seit dieser Erfahrung sind noch viele weitere Dinge dazugekommen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass es so eben nicht laufen darf. 

Aber nur zu kritisieren, reicht nicht.  Man muss auch etwas tun und selber Einfluss nehmen. Das habe ich dann zunächst acht Jahre lang im Findorffer Beirat getan. Die Diskussion um den Ausbau der Ganztagschulen, die Schaffung neuer Kita-Plätze, die Hortplatz-Situation, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Qualität von Bildung – für diese und viele weitere Themen habe ich mich dort stark gemacht. Und genau das will ich jetzt als Bürgerschaftsabgeordnete fortsetzen. Gerade auch weil ich weiß, was den Menschen vor Ort in den Stadtteilen unter den Nägeln brennt.

Warum ich, und weshalb bei der SPD gelandet bin? Ganz einfach: Sie ist nach wie vor die Partei, die die Werte der sozialen Gerechtigkeit und der Solidarität in ihrer DNA hat.

Ein wichtiger Punkt auf der politischen Habenseite?

Seit dem Jahre 2016 wurden mehr als 3.000 neue Kitaplätze in Bremen eingerichtet – Das dieses Mammutprogramm umgesetzt werden konnte, ist ein echter Erfolg. Jetzt geht es darum, dieses Ausbauprogramm fortzusetzen. Auf der Habenseite steht für mich außerdem, dass es gelungen ist, die vielen Kinder und Jugendlichen, die ihre Flucht vor Krieg und Vertreibung nach Bremen geführt hat, kurzfristig an den Schulen unterzubringen. Persönlich habe ich mich außerdem gefreut, dass wir in meinem Stadtteil Findorff einiges erreichen konnten – angefangen mit der neuen Mensa für die Grundschule an der Admiralstraße, über zusätzliche Hortplätze an der Schule am Weidedamm bis hin zum Erhalt der Postfiliale. Außerdem habe ich gemeinsam mit anderen den Impuls für einen Arbeitskreis gegeben, der sich Gedanken über eine Entlastung vom Verkehr bei Großveranstaltungen rund um die Bürgerweide macht. Das jetzt ein entsprechendes Konzept in Arbeit ist, finde ich klasse.

Wo muss noch weitergearbeitet werden?

Soziale Gerechtigkeit fängt damit an, dass alle Menschen die gleiche Chance haben, ihr Leben nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Eine Grundlage dafür ist es, dass wir Kitas und gebundene Ganztagsschulen ausbauen –  ihnen buchstäblich genug Raum geben und sie auch personell gut ausstatten. Darüber hinaus müssen wir in die Qualität unserer Schulen sowie in die berufliche Bildung investieren und im Dialog mit der Wirtschaft dafür sorgen, die Ausbildungssituation für junge Leute zu verbessern. Eine weitere Herausforderung ist die Schaffung von neuem, bezahlbarem Wohnraum. Und schließlich sind die Themen Klimawandel und Umweltschutz allem übergeordnet – denn ansonsten verspielen wir unsere Lebensgrundlage. Wir müsse es einfach hinbekommen, die Themen Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Arbeit miteinander zu verzahnen und zusammenzudenken – nicht nur in Bremen, sondern letztlich weltweit.

... und nach dem politischen Feierabend?

… trifft man mich oft mit Harke und Schaufel in meinem kleinen Garten. In der Erde buddeln und pflanzen beruhigt mich und die Belohnung gibt es dann in blühender Form. Außerdem radle ich mit meiner Familie gerne durchs Blockland, treffe mich mit Freundinnen und Freunden auf einen Wein oder lese ein gutes Buch.

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